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SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
Wenn nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen öffentlich; der Eintritt ist frei. Bilder und weiterführende Informationen finden Sie auch auf Facebook.




Jeden Mittwoch im September
Filmtheater Schauburg Dresden
Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
Das Jahr 1968 im Film
Filmreihe zum tschechischen Film im Umfeld des Jahres 1968


Die Sächsische Akademie der Künste zeigt im Rahmen ihres Jahresthemas "Aufbruch und Revolte 1968" zusammen mit dem Filmtheater Schauburg und dem Tschechischen Zentrum Berlin herausragende Filmklassiker der 1960er Jahre, in denen die Liberalisierung in Politik und Kultur des Prager Frühlings sichtbar wird.
Die Filme, die teilweise zur tschechoslowakischen Neuen Welle gezählt werden, zeichnen sich durch ihre Experimentierfreude, Gleichnishaftigkeit, Sarkasmus, surreale Verspieltheit und vor allem durch ihren tiefschwarzen Humor aus. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings galten diese Filme im Osten als systemfeindlich und durften nicht mehr gezeigt werden. Zu jedem Film der vierteiligen Mittwochsreihe gibt es eine Einführung und ein Gespräch mit Filmwissenschaftlern und Historikern im Anschluss an die Aufführung.

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden


Mittwoch, 5. September 2018, 19 Uhr
Filmtheater Schauburg Dresden
Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
O Slavnosti A Hostech / Vom Fest und den Gästen
Das Jahr 1968 im Film

ÈSSR 1966, 68 Min., OmU, Regie: Jan Nìmec

Einführung: PhDr. Tomá¹ Sacher, Direktor des Tschechischen Zentrums Berlin

Eine fröhliche Gesellschaft kommt in einer sonnenüberfluteten Waldidylle zu einem Picknick zusammen, wird aber dann von Unbekannten aufgefordert, ihnen zu folgen. Als sich einer der Gäste verweigert, wird er bedroht. Das filmische Gleichnis über Anpassung und Zerstörung derjenigen, die eigene Ansichten vertreten, wurde zu einem der wichtigsten Filme im Vorfeld des Prager Frühlings. Vor der Kamera standen bekannte Prager Intellektuellen, die so ihre Kritik an den bestehenden politischen Verhältnissen äußerten.
Tschechische Originalversion mit deutschen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden





Montag, 10. September 2018, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Aufbruch und Protest. 1968 in Prag, Berlin, Leipzig und Dresden
Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion mit dem Historiker Stefan Wolle, dem Politiker Werner Schulz, dem Maler und Filmregisseur Strawalde und der Autorin Katja Lange-Müller in Moderation des MDR-Redakteurs Thomas Bille.

Das Jahr 1968 steht im Westen für Revolte, den Bruch mit einer autoritätsfixierten Elterngeneration und für die Erneuerung der Institutionen. Im Osten steht das Jahr 1968 für die Hoffnung auf eine Reform der Gesellschaft, auf mehr individuelle Freiheit, vor allem aber steht es für einen "Sozialismus mit menschlichen Antlitz" nach Vorbild des Prager Frühlings. Welche Aufbrüche gab es 1968 in Ostdeutschland? Gab es Achtundsechziger in der DDR? Wofür stehen sie und wofür traten sie ein? Diesen Fragen widmet sich eine Ausstellung in der Sächsischen Akademie der Künste. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf wichtige Ereignisse des Jahres 1968 in Ostdeutschland, erinnert an Proteste gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings vor nunmehr 50 Jahren und zeigt Ansätze von Autoren und Künstlern und für mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Aus Anlass der Ausstellungseröffnung sind Künstler und Politiker in die Akademie eingeladen, die 1968 wichtige Impulse für ihr politisches Selbstverständnis erfahren haben und die 1989 zu den Akteuren der friedlichen Revolution gehörten.


Mittwoch, 12. September 2018, 19 Uhr
Filmtheater Schauburg Dresden
Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
Spalovaè Mrtvol / Der Leichenverbrenner
Das Jahr 1968 im Film

ÈSSR 1968, 96 Min., OmU, Regie: Juraj Herz

Prag, Ende der 1930er Jahre: Karl Kopferkingl führt ein perfektes Leben: Er kümmert sich um seine Familie genauso rührend wie um die Toten, die er täglich einäschert. Als ihm ein alter Freund von einer Partei erzählt, die gerade in Deutschland große Erfolge feiert, beginnt er zu rechnen, wie man Einäscherungen effektiver und im großen Stile planen könnte. Die bitterböse Parabel über Mitläufertum und Opportunismus basiert auf einem Roman von Ladislav Fuks und ist filmisch ein subversives Meisterwerk.

Tschechische Originalversion mit deutschen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden


Mittwoch, 19. September 2018, 19 Uhr
Filmtheater Schauburg Dresden
Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
Pøípad pro zaèínajícího Kata / Ein Fall für einen Henkerslehrling
Das Jahr 1968 im Film

ÈSSR, 1969, 106 Min, OmeU, Regie: Pavel Juráèek

Einführung: Dr. Christina Frankenberg, stellv. Direktorin des Tschechischen Zentrums Berlin

Der an den Roman »Gullivers Reisen« angelehnte Film führt den Helden in das Land Balnibarbi. Die Menschen dort befolgen absurde Regeln, etwa ein wöchentlich wiederkehrendes Redeverbot, das »von denen dort oben« erlassen worden ist. Als Gulliver entdeckt, dass der König die Hauptstadt schon vor langer Zeit verlassen hat, schenken die Bewohner ihm keinen Glauben. Der Regisseur Pavel Juráèek erhielt nach diesem ersten Film Arbeitsverbot und musste emigrieren.

Tschechische Originalversion mit englischen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden


Mittwoch, 26. September 2018, 19 Uhr
Filmtheater Schauburg Dresden
Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
Ucho / Das Ohr
ÈSSR 1970, 94 Min., OmU, Regie: Karel Kachyòa

Prag 1952: Der stellvertretende Minister und seine Frau kehren von einem Regierungsempfang zurück. Sie haben den Verdacht, dass ihre Villa inzwischen durchsucht wurde und sie vom staatlichen »Ohr« abgehört werden. Der Minister, der scharfen Angriffen durch die Partei ausgesetzt war, glaubt nun, dass seine Verhaftung bevorsteht. Die aufkommende Panik lässt auch die zwischen dem Ehepaar schwelenden Gegensätze losbrechen. Der Film wurde sofort verboten und gelangte erst 1990 beim Filmfestival Cannes an das internationale Publikum.

Tschechische Originalversion mit deutschen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden


Freitag, 28. September 2018, 9-20 Uhr
Sächsische Akademie der Künste
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Werkmeister im Konflikt.
Der Annaberger Hüttenstreit und andere Streitfälle im Bauwesen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts.

Öffentliches Kolloquium, veranstaltet von der Kommission „Kunstgeschichte Mitteldeutschlands“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Äußerer Anlass für das Kolloquium "Werkmeister im Konflikt. Der Annaberger Hüttenstreit und andere Streitfälle im Bauwesen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts" der Sächsischen Akademie der Wissenschaften ist der 500. Jahrestag des „Annaberger Hüttenstreites“. Die Datierung beruht auf einer Urkundenlage des Jahres 1518, in dem ein Streit zwischen dem Meister der Annaberger Bauhütte, Jakob Heilmann, und der Magdeburger Oberhütte dokumentiert ist. Die Auseinandersetzung hatte offenbar nicht nur übliche, bauspezifische Streitsachen zum Gegenstand, wie Finanzen, Lehrzeiten, Kompetenzverteilungen, Pflichtverletzungen, sondern es ging grundständig um die Frage, wie im überregionalen Bauwesen die Zuständigkeiten und Gerichtsbarkeiten in Bausachen geregelt sind. Dieser grundsätzliche Konflikt wurzelte in einer langen Vorgeschichte des 15. Jahrhunderts und endete erst mit einem kaiserlichen Urteil von 1518 und einer Befriedung im Bauwesen des mittleren 16. Jahrhunderts. Das Kolloquium möchte diesem und anderen Streitfällen und den Motivationen der jeweiligen Konfliktparteien nachgehen und der Frage, in welcher Weise die Entscheidungen, die außerhalb der Gerichtsbarkeit im Bauwesen lagen, zu Veränderungen in der Umbruchszeit im frühen 16. Jahrhundert beitrugen. Der Fall steht dabei exemplarisch für die Anfänge des autonomen Künstlertums im nordalpinen Bereich.

Veranstaltung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste


Montag, 8. Oktober 2018, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
"Mein 1968"
Lesung und Diskussion über Erfahrungen mit dem Jahr 1968


Podium mit Mitgliedern der Klasse Literatur und Sprachpflege Alain Lance, György Dalos, Richard Pietraß, Wilhelm Bartsch
Moderation: Peter Geist



Die Sächsische Akademie der Künste ist berechtigt, Bild- Film- und Tonaufnahmen von Mitwirkenden und Teilnehmern während der Veranstaltung anzufertigen
und für Zwecke der Veranstaltungsberichterstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit auf facebook und anderen Medien zu veröffentlichen. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären sich Mitwirkende und Teilnehmer der Veranstaltung mit dieser Veröffentlichung einverstanden. Die Veröffentlichung eigener Film- und Tonaufnahmen ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet.

SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Tel.: 0351-810763-00, Fax: 0351-810763-09
E-Mail: info@sadk.de
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