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Michel Tournier



Die Sächsische Akademie der Künste trauert um Michel Tournier

Kaum ein französischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts hat sich Deutschland so verbunden gezeigt wie Michel Tournier. Michel Tournier, Sohn zweier französischer Germanisten, studierte von 1946 bis 1950 Philosophie und Jura in Paris und Tübingen, arbeite beim französischen Sender Europe 1 und später als Lektor bei den Verlagshäusern Plon und Gallimard. Darüber hinaus war er als Übersetzer aktiv. Für seinen zweiten Roman «Le Roi des Aulnes» (1970, dt. «Der Erlkönig«), erhielt er den bedeutendsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt. Seine Romane, Essays und Kinderbücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Tournier starb am 18. Januar 2016 im Alter von 91 Jahren in Choisel bei Paris.

Dresden, 19. Januar 2016

Sächsische Akademie der Künste

Michel Tournier

Geboren am 19. Dezember 1924 in Paris, gestorben am 18. Januar 2016, Choisel, Frankreich · 1942-46 Studium der Rechte, Philosophie und Literatur an der Sorbonne in Paris · 1946-50 Studium in Tübingen · anschließend Übersetzer (u. a. von Erich-Maria Remarque) und Rundfunkjournalist bei O.R.T.F. · 1955-58 Presseattaché des Senders Europe I · 1958-68 Lektoratsleiter des Plon-Verlags · 1967 Großer Romanpreis der Académie Française für Vendredi ou les limbes du Pacifique (Freitag oder Im Schoß des Pazifik) · 1970 Prix Goncourt für den Roman Le Roi des Aulnes (Der Erlkönig) · 1972-2000 Mitglied der Académie Goncourt · 1990 Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München · Goethe-Medaille · Ehrendoktor der Londoner Universität · lebte und arbeitete als freier Schriftsteller in Choisel bei Paris.

Publikationen

Eigene Schriften: Freitag oder Im Schoß des Pazifik. Paris 1967 (dt. 1968) · Der Erlkönig. Paris 1970 (dt. 1972) · Freitag und Robinson im Bann der wilden Insel. Paris 1971 (dt. 1973) · Zwillingssterne. Roman. Paris 1975 (dt. 1977) · Der Wind Paraklet. Ein autobiographischer Versuch. Essay. Paris 1977 (dt. 1979) · Die Familie Adam. Erzählungen (enthält den Einakter Le Fétichiste, UA Berlin, Maison de France 1974). Paris 1978 (dt. 1981) · Die Schlüssel und das Schloß. Texte zu Bildern. Paris 1979 (dt. 1980) · Kaspar Melchior und Balthasar. Roman. Paris 1980 (dt. 1983) · Gilles & Jeanne. Erzählung. Paris 1983 (dt. 1985) · Der Goldtropfen. Roman. Paris 1985 (dt. 1987) · Das Liebesmahl. Novellen einer Nacht. Paris 1989 (dt. 1990) · Von Abel bis Zwilling. Ein Lexikon des Lebens. Essays (dt. 1992) · Pierrot oder die Geheimnisse der Nacht. (dt. 1990) · Der Garten des Vagabunden. (dt. 1990) · Die Könige aus dem Morgenland. (dt. 1993) · Eleasar oder Quelle und Dornbusch. Paris 1996 (dt. 1998) · Lucio oder die Belagerung des Glücks. (dt. 1999).

Andere Autoren: Michel Tournier. Magazine littéraire, Paris 1978. H. 138 (Sonderheft) · Michel Tournier. Sud (Marseille) 1980. No. hors série X (Sonderheft) · L.C.B. Jeffres: The novels of Michel Tournier, Diss., University of Oregon Ann Arbor, Michigan 1981 · W. Cloonan: Michel Tournier. Boston, Mass. 1985 - Serge Koster: Michel Tournier. Paris 1985 · Martin R. Dean: Der seßhafte Vagabund. Über Michel Tournier. In: Merkur, 1986. H. 444 · Michel Tournier. Magazine littéraire, Paris 1986. H. 226 (Sonderheft) · Michel Tournier. Sud. Revue bimestrielle (Marseille) 1986. H. 61 (Sonderheft).



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